Das FCMS-Industriekonsortium bündelt mit den deutschen Unternehmen Hensoldt Sensors GmbH, Diehl Defence GmbH & Co. KG, ESG Elektroniksystem-und Logistik-GmbH (seit 2024 Teil der HENSOLDT-Gruppe) sowie Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG wesentliche Kernkompetenzen aus dem Bereich der für das FCAS/NGWS-Programm einschlägigen nationalen Schlüsseltechnologien unter einem Dach.
Integrationsebenen mit Bezug auf den Sensor-Effektor-Verbund
Robustes Netzwerk
Um all dies überhaupt erst zu ermöglichen, wird die Verfügbarkeit eines robusten Netzwerkes unabdingbar. Benötigt werden daher hoch-performante Datenlinks, die die fliegenden Einheiten miteinander verbinden. Durch die hohe Geschwindigkeit und Agilität der Objekte sind reaktionsschnelle und verzögerungsarme Funkverfahren notwendig. Diese müssen gleichzeitig störsicher sowie schwer entdeckbar sein und eine hohe Reichweite bei gleichzeitig hoher Datenrate zur Verfügung stellen.
Aufgrund der Kritikalität von Missionen und der Sensitivität der Daten ist ein Informationsschutz mit starken Kryptoverfahren und eine Unempfindlichkeit gegenüber Cyber-Angriffen notwendig. Spezielle Anwendungen, die Video- oder Bilddatenübertragung nutzen, führen gleichzeitig zur Forderung nach hohen Datenraten. Die Kombination dieser anspruchsvollen Eigenschaften muss energieverbrauchsarm und mit geringem Footprint umgesetzt werden, um agile Flugobjekte unterschiedlicher Größe bedienen zu können.
Active Electronically Scanned Arrays
Unabdingbar für die Erfüllung der oben genannten Anforderungen ist der Einsatz von gerichteten Antennen (AESA = Active Electronically Scanned Array), die an vielen Stellen der Plattformen angebracht sein müssen, um eine komplette Funkabdeckung im Raum zu ermöglichen.
Teilweise werden diese Antennen im Rahmen Multifunktionalität auch zusätzliche Fähigkeiten wie beispielsweise des Elektronischen Kampfes mit bedienen müssen. Weiterhin müssen die AESAs der Form der Flugobjekte angepasst sein, um die schwere Entdeckbarkeit nicht zu kompromittieren.
Zukunftsfähige Lösungen und geeignete Rahmenbedingungen
Um ein multidimensionales „4π Meta Sensor-Effektorsystem“ zur Verfügung stellen zu können, müssen die zukunftsfähige Lösungen auf geeignete Rahmenbedingungen treffen.
Neben einer geeigneten Basis an verschiedener multifunktionalen Sensorik, Effektorik und Datenlinks müssen flexible Interfaces zum Missionsmanagement und Funktionalitäten für das Missionsmanagement mitberücksichtigt werden.
Die Integration in unterschiedlichste Plattformen sowie in die C4I-Umgebung bringen zusätzliche Rahmenbedingungen mit.
Begleitend hierzu muss ein geeignetes Framework im Bereich der Ausbildung, Missionsplanung, Missionsdurchführung sowie der Missionsnachbereitung aber auch der Logistik geschaffen werden.
Das Ziel muss sein, dass die Funktionalität der vernetzten Effektorik und Sensorik plattformunabhängig und übergreifend über die Erbringungsdimensionen implementiert und von den Streitkräften genutzt werden kann.
Joint & Combined Mission
Neben den technologischen Rahmenbedingungen und der Verfügbarkeit entsprechender Ressourcen sind folgende Aspekte von mitentscheidender Bedeutung: Alle national und international Beteiligten müssen sich zu echtem Teamwork im besten Sinne einer Joint & Combined Mission bekennen.
Ziel muss es sein, nicht den heutigen technologischen Status Quo abzubilden, sondern, das was im Jahr 2040 möglich und nötig ist, heute vorzubereiten und Schritt für Schritt zu realisieren – die FCAS-Version 1.0 muss die Full Operational Capability darstellen – ein „Minimum Viable Product“ reicht nicht aus.
Damit der Aufbau dieser komplexen Fähigkeit in der technologischen Breite und Tiefe vorangetrieben werden kann, haben die Firmen Hensoldt, Diehl Defence, ESG und Rohde & Schwarz beschlossen, ihre Fähigkeiten in dem FCMS-Industriekonsortium zu bündeln.
Durch enge Zusammenarbeit auch mit nationalen und internationalen Partnern wird das FCMS-Industriekonsortium dafür sorgen, die kommenden Herausforderungen für die Entwicklung des NGWS erfolgreich zu meistern.
Über FCMS
Das FCMS-Industriekonsortium bündelt mit den deutschen Unternehmen Hensoldt Sensors GmbH, Diehl Defence GmbH & Co. KG, ESG Elektroniksystem-und Logistik-GmbH (Teil der HENSOLDT-Gruppe) und Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG wesentliche Kernkompetenzen aus dem Bereich der für das FCAS/NGWS-Programm einschlägigen nationalen Schlüsseltechnologien unter einem Dach.
- FCMS bietet breites und technologisch fundiertes nationales Technologie-Know-how für das FCAS/NGWS Programm und stellt die erforderliche nationale Beitragsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit im Bereich der 6th Generation Missionssysteme sicher
- Enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit führenden Forschungsinstituten und Universitäten
- Die beteiligten Unternehmen stellen mehr als 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in High-Tech Jobs in Deutschland und mehr als 22.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit
- Gemeinsam decken die Unternehmen mehr als 80% der deutschen Schlüsseltechnologiebereiche in NGWS ab und halten zudem mehr als 7.600, zum Großteil für NGWS relevante, Patente
Mit dem Sensor-Effektor-Verbund von FCMS wird der Game Changer für Operationen ab 2040 gestellt.
